pädagogisches Konzept

1.Präambel

Wir haben unser Leitbild vorangestellt und geben Ihnen mit unserer Konzeption eine Zusammenfassung unserer Arbeitsschwerpunkte in die Hand. Beim Erarbeiten dieser Konzeption war es uns wichtig, verständliche Formulierungen ohne „Fachchinesisch“ zu benutzen, die für jeden gut verständlich sind. Wir hoffen, dass uns das gelungen ist und Sie damit einen guten Einblick in unsere tägliche Arbeit gewinnen können.

2.Biografie der Einrichtung

Im Jahr 1993 eröffnete die Kindertagesstätte (im Folgenden Kita genannt) der Elterninitiative Regenbogen e.V. mit einer Tagesstättengruppe und einer großen altersgemischten Gruppe. Ziel der Einrichtung war es von Anfang an durch eine kontinuierliche Tagesbetreuung den Eltern Berufstätigkeit bzw. Aus- und Weiterbildung zu ermöglichen und den Kindern ein anregendes Lern- und Lebensumfeld zu schaffen.

Seit 2005 werden in der Kita Regenbogen auch Zweijährige betreut; seit 2008 nach dem Kinderbildungsgesetz (KiBiz) in der Gruppenform I (Kinder im Alter von zwei Jahren bis zum Schuleintritt). Zurzeit werden in der Kita 40-44 Kinder betreut.

3.Wir stellen uns vor

Der Verein

Der Verein „Regenbogen e.V.“ ist die Trägerorganisation mit dem durch die Mitgliederversammlung gewählten Vorstand, der die geschäftsführenden Aufgaben für folgende Einrichtungen wahrnimmt:

 Kita
 Verlässliche Grundschule
 Für die Offene Ganztagsschule (OGS) als Träger des sozialpädagogischen Angebotes als Kooperationspartner von Stadt und Schule

Die Kita

In der Kita werden 40-44 Kinder im Alter von zwei Jahren bis zum Schuleintritt in zwei Gruppen betreut.

Die Kita ist Montag bis Freitag von 7.30-16.30Uhr geöffnet. Gemäß dem Kinderbildungsgesetz (KiBiz) können die Eltern ein Wochenbudget von 45h buchen.

Die Schließzeiten sind zwei Wochen im Sommer, zwischen Weihnachten und Neujahr und an einzelnen Tagen im Jahr nach entsprechendem Vorstandsbeschluss.

Darüber hinaus gibt es im März und im September hausinterne Fortbildungstage (Konzeptionstage), an denen die Kita geschlossen ist.

Die Kita befindet sich im Zentrum von Forsbach. In unmittelbarer Nähe befinden sich mehrere Geschäfte, die Zweifachturnhalle des TV Forsbach, die Grundschule, die Bücherei und die freiwillige Feuerwehr. Verschiedene Waldgebiete sind fußläufig erreichbar.

Das Raumangebot

Wir haben die einzelnen Räume bewusst so gestaltet, dass die Kinder für ihre Selbstbildungsprozesse ausreichend Betätigungsfelder finden. Die Räume und deren Ausstattung erlauben es ihnen, Ort, Zeitdauer, Spielmaterialien und Spielpartner frei zu wählen. Die Kinder haben die Auswahl zwischen Aktivität und Ruhe, zwischen Alleinsein und Gruppengeschehen, zwischen kurzem und ausgedehntem Spiel usw.

Die Räume sind bewusst so gestaltet, dass die rote Gruppe für die jüngeren Kinder und die grüne Gruppe für die älteren Kinder Anreize schafft. Dadurch haben wir großzügige Räumlichkeiten geschaffen, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der verschiedenen Altersgruppen gerecht werden.

In der Kita gibt es dafür folgendes Raumkonzept:

 Die rote Gruppe für die Zwei- bis Vierjährigen (Sonnenkinder und Wirbelwindkinder)
 Gruppenraum mit verschiedenen Spiel- und Arbeitsmaterialien für die selbst gestaltete Bildungszeit und offene Angebote
 Nebenraum in der zweiten Etage, auch für unbeobachtetes Spiel
 Nebenraum für Mittagsschlaf, Toben, Ausruhen, Entspannungsübungen
 Die grüne Gruppe für die Vier- bis Sechsjährigen (Sternschnuppen und Dinos)
 Gruppenraum mit verschiedenen Spiel- und Arbeitsmaterialien für die selbst gestaltete Bildungszeit und offene Angebote
 Nebenraum in der zweiten Etage
· für gezielte Angebote in Kleingruppen
· für unbeobachtetes Spiel
 Die Turnhalle
 für verschiedene Bewegungsangebote
 für selbstgestaltete Bildungszeit
 für Angebote in großen Gruppen
 für Feste und Feiern
 Essecke
 für das Frühstück der roten Gruppe
 Mittagessen in festen Gruppen
 Kleingruppenarbeit in der selbst gestalteten Bildungszeit
 Flur
 getrennter Garderobenbereich für rote und grüne Gruppe
 Bücherregal
 Erziehergarderobe
 Elternecke (Anwesenheitsliste, Arbeitsstunden, digitaler Bilderrahmen)
 Verschiedene Infowände
 Großzügiger Sanitärbereich mit
 Wickelplatz
 Badelandschaft mit Dusche
 Waschrinne in zwei Höhen
 Toiletten in verschiedenen Höhen
 Großzügiges Außengelände
 großer Garten mit drei Sandkästen, mehreren Spielhäusern, Kletterseillandschaft, zwei Booten, Hecken für zurückgezogenes bzw. unbeobachtetes Spielen, Vogelnestschaukel, mehrere Außenspielgeräte
 kleine Terrasse hinter der Kita mit Rutsche, Aufstieg, Hochbeet
 große Terrasse vor der Kita mit verschiedenen Fahrzeugen
 Küche
 Personalraum
 Büro

Das Team

Das Team der Kita setzt sich wie folgt zusammen:

 7-8 pädagogische Fach- und Ergänzungskräfte mit verschiedenen Stundenbudgets, eine davon als Leitung – dies können sein:
 staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher
 staatlich anerkannte Heilpädagoginnen und Heilpädagogen
 Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger
 Sozialassistentinnen und Sozialassistenten
 oder Personen mit einer vergleichbaren Ausbildung

(im Folgenden sprechen wir von pädagogischen Fachkräften)

 eine Hauswirtschafterin mit 25 Wochenstunden, die das Mittagessen frisch für unsere Kinder kocht
 eine BFD-/FSJ-Stelle
 immer wieder absolvieren Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen ein Orientierungspraktikum in unserer Kita. Ebenso bieten wir angehenden pädagogischen Fachkräften die Möglichkeit, verschiedenste Praktika bei uns durchzuführen.
4.Die pädagogische Arbeit

Der situationsorientierte Ansatz – Grundlage unseres pädagogischen Handelns

Definition nach Armin Krenz (*1952):

Dieser Ansatz wird von der Haltung und dem wertschätzenden Menschenbild geprägt, das von einer ganzheitlichen Pädagogik ausgeht.

Die Säulen der Arbeit sind:

 den Kindern wird ein hohes Maß an Wertschätzung entgegengebracht
 aktuelle Situationen werden berücksichtigt und aufgegriffen
 jeder Tag ist bedeutend für die Entwicklung des Kindes
 die pädagogischen Fachkräfte sind im Sinne von lebenslangem Lernen und flexiblen Einstellens auf verschiedene Situationen Lehrende und Lernende zugleich

Der Fokus der Arbeit liegt sowohl auf den Kindern mit ihren Lebenssituationen, als auch auf den pädagogischen Fachkräften, die sich selbst und ihr Handeln immer wieder neu reflektieren. Kinder erhalten die Möglichkeit, mit ihrem Erleben und Verhalten handlungsleitend zu sein. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn Sie von Fachkräften begleitet werden, die sich ihrer Rolle bewusst sind.

Zur Zielsetzung des Ansatzes:

Krenz unterscheidet drei verschiedene Ebenen, auf denen Kinder ihre Erfahrungen sammeln. Das ganzheitliche Erleben, das diese drei Ebenen verbindet, ermöglicht ihnen, ihr gegenwärtiges Leben zu verstehen und tägliche Situationen meistern zu können:

 Emotionale Ebene: (Nach-)Erleben von Lebensereignissen, die Kinder bewegen
 Kognitive Ebene: Verständnis des Erlebten
 Handlungsebene: Möglichkeit zur Aufarbeitung bzw. Veränderung

Bei der Aufarbeitung dieser ganzheitlichen Pädagogik wird darauf geachtet, die individuellen Erfahrungen und Erlebnisse eines jeden Kindes soweit wie möglich – zu berücksichtigen. Dadurch erweitern Kinder ihre lebenspraktischen Fähigkeiten (Kompetenzen). Sie vergrößern ihren Erfahrungshorizont, ihr Selbstbewusstsein und lernen eigenständig zu handeln.

Einen Schwerpunkt der Arbeit bildet die Vernetzung von Situationen innerhalb und außerhalb des Kindergartens, um zu vermeiden, dass es zu künstlich hergestellten, idealtypischen Situationen kommt.

Der situationsorientierte Ansatz setzt ein planvolles Vorgehen voraus. Es geht jedoch nicht darum, Projekte und Angebote für Kinder zu planen, um bestimmte (aus Sicht der Erwachsenen) Defizite zu beheben.

Vielmehr geht es darum, sich am Kind, seinen Plänen und dem Lebensumfeld zu orientieren.

Unsere Schwerpunkte in der pädagogischen Arbeit

Bildung ist in erster Linie Selbstbildung und geschieht vorrangig in der selbst gestalteten Bildungszeit. Grundvoraussetzungen für die Selbstbildung des Kindes sind:

 Zeit zum Ausprobieren, Experimentieren, sich vertraut machen mit anderen Kindern, pädagogischen Fachkräften, Räumen, Gegenständen
 Eine angstfreie Atmosphäre zum Wohlfühlen
 Gut funktionierende Beziehungen zu Kindern und Erwachsenen
 Selbstsicherheit
 Spielräume mit vielseitig verwendbaren Materialien zum Spielen, um eigene Bildungswelten herzustellen

Unsere pädagogische Arbeit setzt sich aus folgenden Schwerpunkten zusammen:

 Bewegungserziehung
 Wir sind seit Sommer 2010 anerkannter Bewegungskindergarten
 Bewusste Raumgestaltung für vielfältige Bewegungsanlässe
 Vielfältige Bewegungsangebote
 Kooperation mit dem Turnverein Forsbach
 Sprachbildung
 Verschiedene Sprachspiele als fester Bestandteil der täglichen Arbeit
 Tägliches Vorlesen
 Alle Situationen werden nach Möglichkeit als Sprechanlass genutzt – alltagsintegrierte Sprachförderung
 Dokumentation der Sprachentwicklung nach BaSiK
 Austausch im Team über Sprachentwicklung der Kinder
 Verschiedene Englisch-Angebote
 Wertschätzender Umgang mit der Muttersprache
 Forschendes Lernen  
 Wir sind seit September 2011 „Haus der kleinen Forscher“
 Raum und Zeit für forschendes Lernen
 Gruppenarbeit in Projekten
 Musik
 Singen und Musik als fester Bestandteil im Alltag, bei Angeboten, bei Festen usw.
 Wöchentlich gruppenübergreifender Singkreis
 Ausprobieren von Musikinstrumenten

Jedes einzelne Kind ist ein individuelles Wesen. Kinder sind aktive Gestalter ihrer Entwicklung, bei der wir Erwachsene sie behutsam und einfühlsam begleiten können. Dazu brauchen Sie neben Zeit, Raum, Material und wohlwollender Atmosphäre für ihre Aktivitäten auch Anregungen und das Wissen von anderen Kindern und begleitenden Erwachsenen. In der Auseinandersetzung mit anderen Menschen bilden Kinder ihre eigene Identität. Dabei gestalten Kinder ihre Beziehungen aktiv mit und bestimmen eine Balance zwischen Nähe und Distanz, die sie von Anfang an eigeninitiativ und selbsttätig erlernen wollen.

Unsere Aufgabe als pädagogische Fachkraft in diesem Prozess sehen wir wie folgt:

 Durch Beobachtung Entwicklungsschritte wahrnehmen, Bedürfnisse und Gefühle der Kinder erkennen
 Das Kind durch eine anregende, veränderbare Umgebung in der Entwicklung unterstützen
 Gelegenheit, Zeit und Raum schaffen für Spiele, Denken, Experimente, Arbeit
 Liebevoller, dem Kind zugewandter Umgang
 Sich aufmerksam und einfühlsam dem Kind zuwenden
 Angstfreie, entspannte Atmosphäre/Umgebung schaffen
 Bewegungsförderung durch vielfältige Angebote
 Vorbereitung auf die Zeit nach der Kita mit den Anforderungen, die Schule, Familie, Gesellschaft und das Umfeld an die Kinder haben
 Dokumentation der Entwicklung der Kinder

In der Woche gibt es zurzeit folgende feste Bestandteile:

 Bewegungsangebote für die Sonnen- und Wirbelwindkinder getrennt in der Turnhalle der Kita
 Bewegungsangebot für Kinder der grünen Gruppe in der Turnhalle des TV Forsbach
 Waldwichtel für Kinder der grünen Gruppe
 Gemeinsamer Singkreis für alle Kinder
 Dino-Vormittag (für Kinder, die im kommenden Sommer in die Schule kommen)
 Haus der kleinen Forscher – forschendes Lernen für Kinder der grünen Gruppe in wechselnden Kleingruppen
 Pädagogisches Baden für vier Kinder der roten Gruppe
 Lesepatenschaft durch eine Mutter

Die Konzepte zu den oben benannten Schwerpunkten und Inhalten finden Sie auf der Seite Konzepte

Die Eingewöhnung

In die rote Gruppe

Schon im persönlichen Anmeldegespräch werden die Eltern mit der Konzeption der Einrichtung im Allgemeinen und der Eingewöhnungszeit im Speziellen vertraut gemacht.

Die Platzvergabe erfolgt in der Regel ca. ein Jahr im Voraus, um den Eltern Planungssicherheit zu geben.

Vor der Eingewöhnungszeit gibt es einen Informationsabend für alle Eltern der neuen Kinder. Hier bekommen die Eltern alle wichtigen Infos und es werden Termine für Aufnahmegespräche vereinbart, an denen unter anderem die Eingewöhnungszeit mit Eltern und Kind besprochen wird. Jede Familie bekommt eine Bezugsperson, die erster Ansprechpartner während der Eingewöhnungszeit für die Familien ist. Darüber hinaus sind auch die anderen pädagogischen Kräfte der Gruppe über alles informiert und begleiten die Familien während der Eingewöhnungszeit.

In der Kita Regenbogen gibt es ein spezielles Eingewöhnungskonzept:

Die Kinder, die im Sommer aufgenommen werden, können ca. sechs Mal zwischen den Oster- und Sommerferien ein Mal pro Woche für zwei Stunden die Kita besuchen; diese Kinder nennen wir dann die neuen „Sonnenkinder“. Anfangs mit Eltern; später gegebenenfalls auch allein. Dadurch werden die Kinder langsam mit dem Alltag der Kita vertraut gemacht und die eigentliche Eingewöhnung im Sommer fällt ihnen dadurch leichter.

Die Eingewöhnung ab August beginnt wieder mit zwei Stunden täglich und steigert sich dann im Tempo des Kindes und der Eltern mit individuellen Absprachen zu Verweildauer, Essen, Schlafen, Rituale usw.

In die grüne Gruppe

In dem Sommer, in dem die Kinder vier Jahre alt sind bzw. werden, wechseln sie als Sternschnuppen in die grüne Gruppe.

Um ihnen den Übergang zu erleichtern, wird er wie folgt gestaltet:

 An den Tagen, an denen die neuen „Sonnenkinder“ in der roten Gruppe sind, gehen die Wirbelwindkinder in die Räume der grünen Gruppe, um sich in Ruhe mit den Räumlichkeiten vertraut zu machen – die Kinder der grünen Gruppe sind dann entweder als Waldwichtel unterwegs oder beim Turnen.
 Jedes neue Kind der grünen Gruppe (Sternschnuppe) bekommt einen „Dino“ als Patenkind – die Paten kümmern sich um die Kinder, erklären ihnen die Räume, Spielsachen, Regeln, nehmen sie bei Ausflügen an die Hand usw.
 Nach der Sommerschließzeit startet die grüne Gruppe mit einem spannenden bewegten Projekt, damit die Kinder mit Spiel und Spaß ankommen können; Höhepunkt dieses Projektes ist ein Vater-Kind-Tag für alle Kinder
 Der Übergang der Kinder in die grüne Gruppe wird durch die tägliche Altersmischung (siehe Punkt 5.4.) erleichtert

Das gruppenübergreifende Arbeiten

Durch verschiedene gruppenübergreifende Angebote schaffen wir immer wieder bewusst Möglichkeiten, um die Kinder nach ihrem Entwicklungsstand und ihren Bedürfnissen zu fördern.

Wir haben die Räume bewusst so gestaltet, dass die rote Gruppe für die jüngeren Kinder und die grüne Gruppe für die älteren Kinder Anreize schafft. Dadurch haben wir ansprechende Räumlichkeiten kreiert, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der verschiedenen Altersgruppen entsprechen.

Wir haben ein System entwickelt, welches verlässliche Bezugspersonen für die Kinder garantiert und im Laufe eines Kindergartenjahres altersgerechte Übergänge ermöglicht.

Durch eine gruppenübergreifende Aufgabenverteilung haben alle pädagogischen Fachkräfte die Möglichkeit, mit allen Kindern eine Beziehung aufzubauen:

 Früh- und Spätdienst gruppenübergreifend
 Betreuung der Kinder im Garten und am Nachmittag beim gruppenübergreifenden Spiel
 Bewusster Einsatz der pädagogischen Fachkräfte in der jeweils anderen Gruppe:
 Turnen
 Waldwichtel
 Betreuung der Sternschnuppenkinder während des Dinotages
 Mittagessen
 Ausziehen der Schlafkinder
 Vertretung bei Personalmangel in der anderen Gruppe

Altersmischung der Kinder birgt große Chancen für die Entwicklung. Kinder lernen am besten von Kindern durch Nachahmen. Folgende Möglichkeiten der Mischung der Gruppen sind in der Kita vorhanden:

 Im Frühdienst ist nur die rote Gruppe geöffnet; später bis 9:00Uhr können Kinder frei wählen, wo und mit wem sie spielen möchten
 Ab 11.30Uhr (Mittagessen der Schlafkinder) findet automatisch eine Mischung statt
 Beim Mittagessen
 Im Garten
 In beiden Gruppen – Kinder können frei wählen, wo und mit wem sie spielen möchten

Durch das gruppenübergreifende Arbeiten haben alle Kinder die Möglichkeit, die Übergänge in ihrem Tempo zu gestalten

Das letzte Jahr in der Kita

Während der gesamten Kitazeit erhalten die Kinder Raum und Zeit für altersangemessene und altersspezifische Angebote, die sie fordern und fördern.

Im letzten Jahr vor der Einschulung werden unsere Kinder die sogenannten „Dinos“. Die Erwartungen an die Kinder steigen, es gibt mehr Dinge, die sie machen „müssen“ und dürfen. Im Wochenablauf gibt es feste Bestandteile, die für die Dinos verbindlich sind, wie z.B.:

 Der Dinovormittag
 Projektarbeit

Darüber hinaus gibt es verschiedene Ausflüge und eine Abschlussfahrt

Nähere Infos dazu finden Sie im Konzept zur Schulvorbereitung

Gemäß §14 KiBiz und dem Schulgesetz (SchulG) arbeiten Kita und Grundschule beim Übergang von der Kita zur Grundschule zusammen. Dabei nutzen wir verschiedene Möglichkeiten:

 Gemeinsame Infoveranstaltungen aller Kitas und Grundschulen aus Rösrath für alle Eltern, deren Kinder in zwei Jahren in die Schule kommen
 Besuch der Grundschule und der OGS, um die Räumlichkeiten kennen zu lernen

Dokumentation unserer pädagogischen Arbeit

Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist die Dokumentation des Alltages und der Entwicklung der Kinder. Zurzeit nutzen wir folgende Dokumentationsmöglichkeiten:

 Kind bezogene Bildungsdokumentation (nach §13(5)KiBiz) als Grundlage unserer Arbeit und für Entwicklungsgespräche
 Anamnesebogen vor Aufnahme
 Halbjährliche Arbeitsblätter
· „Das bin ich“ und „Haus, Baum, Mensch“
 Halbjährliche Fragebögen, die nach Befragung der Kinder von den pädagogischen Fachkräften ausgefüllt werden
· „Das kann ich“ und „Das mag ich“
 Fotos
 Entwicklungsbriefe
 BaSiK (Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen)
 Dokumentation der Entwicklung der Kinder mit Protokoll über das jährlich stattfindende Entwicklungsgespräch mit den Eltern
 Konzeption der Einrichtung
 Konzepte zu den verschiedenen Schwerpunkten
 Informationen zu Projekten und Alltag über E-Mail, Aushänge, Rückblicke, Fotos, Ausstellungen und auf Elternabenden

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Unsere Arbeit findet nicht nur in der Kita statt, sondern auch in ihrem Umfeld. So treten wir bei Ausflügen als Kita Regenbogen in der Öffentlichkeit auf.

Darüber hinaus nutzen wir auch weitere Möglichkeiten in unserem Umfeld, um unsere Arbeit professionell zu gestalten. Eine wichtige Hilfe und Unterstützung erfahren wir dabei in der Zusammenarbeit mit folgenden Institutionen:

 Andere Kitas aus Rösrath
 Jugendamt der Stadt Rösrath
 Landschaftsverband (LVR)
 Dachverband (DPWV)
 Erziehungs- und Familienberatung
 GGS Forsbach
 Offene Ganztagsschule in der GGS Forsbach
 Kinderärzte
 Therapeuten (z. B. Logopäden, Ergotherapeuten, Motopäden)
 Kreissportbund Rheinisch-Bergischer Kreis
 TV Forsbach
 Stiftung Haus der kleinen Forscher
5.Partnerschaft mit Eltern

„Ein Kindergarten ohne Eltern ist wie ein Kindergarten ohne Kinder“ sagt Loris Malaguzzi (Begründer der Reggio-Pädagogik).

Frei nach diesem Motto bekommt die Zusammenarbeit mit den Eltern einen großen Platz in unserer Arbeit:

 Eingewöhnung nach unserem Eingewöhnungskonzept in enger Absprache mit den Eltern
 Reflexion der Eingewöhnung
 Informationen aller Art per E-Mail und Aushang
 Elterngespräche
 mindestens 1x pro Jahr Entwicklungsgespräche
 bei Bedarf werden zeitnah Gespräche vereinbart
 Tür- und Angelgespräche
 Elternabende/Elternversammlung
 am Anfang des Kindergartenjahres ein gemeinsamer Elternabend mit Wahl des Elternbeirates sowie anschließendem Teil mit Informationen auf Gruppenebene
 bei Bedarf gruppeninterne bzw. thematische Elternabende
 Infoveranstaltungen zu besonderen Anlässen
 Infos über Veranstaltungen anderer Institutionen per Aushang oder E-Mail

Darüber hinaus gibt es noch weitere Betätigungsfelder für die Eltern:

 Elternbeirat
 vertritt gemäß §9(4) KiBiz die Interessen der Elternschaft gegenüber dem Träger und der Leitung der Einrichtung.
 unterstützt das Team organisatorisch bei Festen
 drei Eltern aus beiden Gruppen werden auf dem gemeinsamen Elternabend zu Beginn des Kindergartenjahres gewählt
 Vorstand
 wird auf der Mitgliederversammlung als Trägervertreter gewählt
 nimmt die geschäftsführenden Aufgaben wahr
 besteht aus mindestens vier und maximal sechs Personen
 Kitarat
 besteht gemäß §9(5) KiBiz aus Vertretern des Trägers (Vorstand), des Personals und des Elternbeirates
 trifft sich quartalsweise um aktuelle und organisatorische Themen der Einrichtung zu diskutieren oder Veranstaltungen zu planen
6.Partizipation und Beschwerdemanagement

Gemäß §13(4) KiBiz haben die Kinder das Recht, bei der Gestaltung des Alltags in der Kindertagesstätte ihrem Alter und ihren Bedürfnissen entsprechend mitzuwirken. Das stärkt die Selbstwirksamkeit der Kinder, erzeugt Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen.

Gemäß § 45(2 Nr.3) SGB VIII „hat die Kita zur Sicherung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in der Einrichtung geeignete Verfahren der Beteiligung sowie der Möglichkeit der Beschwerde in persönlichen Angelegenheiten Anwendung zu finden.“

In einer angstfrei gestalteten Atmosphäre lernen die Kinder den richtigen Umgang miteinander als Teil der Gemeinschaft.

Mit folgenden demokratischen Mitteln und Methoden leben wir dieses Prinzip in unserer Kita:

 mit den Kindern ihrem Alter und ihrer Entwicklung entsprechend:
 in einem von uns bestimmten Rahmen Zeit und Raum für Gestaltung des Alltages geben
· selbstgestaltete Bildungszeit – die Kinder bestimmen selbst, was, wo, mit wem sie spielen
· Erleben von Alltagssituationen
· Einkaufen, Tisch decken, Kleidung wählen usw.
 täglicher Morgenkreis; auch als Möglichkeit, Vorschläge, Ideen und Kritik anzubringen
 Kinderkonferenz in der grünen Gruppe bei Themenauswahl, Konflikten
 gemeinsam Regeln für den Alltag erstellen
 bei Konflikten Zweier- und Dreiergespräche zum Verstehen und gemeinsamen Lösen des Konfliktes
 Kinder bei Diskussionen mit anderen Kindern und Erwachsenen unterstützen
 Meinungsbilder der Kinder erfragen
 mit den Eltern:
 Eltern haben als gesetzliche Vertreter ihrer Kinder das Recht und die Pflicht, ihre Kinder in angemessener Weise zu unterstützen
 wir sind im stetigen Austausch mit den Eltern im Rahmen von:
· Tür- und Angelgespräche
· regelmäßige Entwicklungsgespräche
· Konfliktgespräche
· Elternabende
 Kompetenzen und Interessen von Eltern nutzen
· Lesepatenschaft durch eine Mutter
· Elterndienst während der Teamsitzung
· Hilfe und Unterstützung bei Ausflügen, Gestaltung von Projekten usw.
 regelmäßig stattfindende Kitaratssitzungen
 Im Team
 angstfreie, wertschätzende Atmosphäre schaffen
 Rahmenbedingungen für Kinder und Eltern nachvollziehbar abstecken
 immer ein „offenes“ Ohr für Kinder und Eltern haben
 Kindern und Eltern mit Respekt und Wertschätzung begegnen
 Diskretion
 regelmäßige Reflexion der eigenen Haltung; Rahmenbedingungen und Entwicklungsumstände analysieren und überprüfen
 umfassende Elterninformationen
 Konflikte aufgreifen und nach konstruktiven Lösungen suchen, die alle Beteiligten mittragen können
7.Unser Schutzauftrag zum Wohle des Kindes

Gemäß §8a(4) SGB VIII (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung) haben wir mit dem Jugendamt eine Vereinbarung getroffen, die sicherstellt, dass:

 „…die pädagogischen Fachkräfte bei Bekanntwerden gewichtiger Anhaltspunkte für die Gefährdung eines von ihnen betreuten Kindes oder Jugendlichen eine Gefährdungseinschätzung vornehmen,
 bei der Gefährdungseinschätzung eine insoweit erfahrene Fachkraft beratend hinzugezogen wird sowie
 die Erziehungsberechtigten sowie das Kind in die Gefährdungseinschätzung einbezogen werden, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes nicht in Frage gestellt wird…“

Wir haben für unsere Kita ein internes Schutzplankonzept entwickelt, um im Bedarfsfall dieses Recht des Kindes durchzusetzen.

8.Qualitätsentwicklung und –sicherung

Laut §22a(1) SGB VIII sowie §11(2) KiBiz haben wir Grundsätze und Maßstäbe für die Bewertung der Qualität sowie geeignete Maßnahmen zu ihrer Gewährleistung anzuwenden, regelmäßig zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Kinder und Eltern sind unsere Kunden. Die Qualität unserer Arbeit ist gut, wenn sie den Erwartungen der Kunden auf der Grundlage der Konzeption entspricht.

Um unsere hoch gesteckten Ziele, die wir in dieser Konzeption formuliert haben, auch weiterhin erfolgreich zu erreichen, nutzen wir folgende Instrumente und Maßnahmen:

 Regelmäßiges Überprüfen und Überarbeiten der Gesamtkonzeption und der Konzepte zu den einzelnen Schwerpunkten; dabei Berücksichtigung von internen und/oder externen Entwicklungen
 Teilnahme am Paritätischen Qualitäts-System Kita-Qualität (PQ-Sys® KiQ) von September 2015 bis März 2018
 Seit September 2015 gibt es parallel dazu den Kita-Qualitätszirkel
 er setzt sich zusammen aus Vorstand, Eltern und Teammitgliedern
 traf sich während PQ-Sys® KiQ alle vier Wochen
 nach dem Abschluss von PQ-Sys® KiQ alle drei Monate zur weiteren Evaluation der Ergebnisse

Dokumentation der Qualität durch:

 Entwicklungsmappen
 Internetpräsenz
 Dokumentation der täglichen Arbeit: Aushänge, Fotos usw.
 Elternkompetenzen werden im Kitaalltag integriert (Angebote durch Eltern, Elterndienste, Aktionstage)
 Kooperation mit verschiedenen Institutionen in der Umgebung
 Wöchentliche Teamsitzung
 Weiterbildung, Supervision, Konzeptionstage
 Regelmäßige Vorbereitungszeiten für alle Fachkräfte
 Betriebsausflug für ein gutes Betriebsklima
 Regelmäßige Kitaratssitzungen
 Fragebogen zur Reflexion der Eingewöhnung
 Einhaltung von Vorgaben des Arbeits- und Gesundheitsschutzes
9.Zukunftsvisionen

Unsere Kita bietet eine zuverlässige Betreuung für Kinder im Alter von zwei Jahren bis zum Schuleintritt.

Bei Anmeldegesprächen wird jedoch auch immer wieder der Bedarf nach einer früheren Betreuung geäußert, der oft durch Tagespflege überbrückt wird.

Das Team kann sich vorstellen, mit entsprechender Vorbereitungszeit und Veränderung der Rahmenbedingungen ein Konzept zu entwickeln, dass den Bedürfnissen auch dieser Familien gerecht wird.

Darüber hinaus sind wir bereit, uns bei Bedarf mit den verschiedenen Themen der Inklusion auseinanderzusetzen.

Wir verstehen unter Inklusion, die Einzigartigkeit des Individuums in den Mittelpunkt zu stellen um die chancengleiche gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen zu ermöglichen – unabhängig von ihren individuellen Merkmalen (wie z.B. kulturelle bzw. ethnische Zugehörigkeit, Religion, Geschlecht, besonderer Förderbedarf usw.).

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10.Vereinbarung

Diese Konzeption ist Teil des Arbeitsvertrages und des Betreuungsvertrages und besitzt solange Gültigkeit, bis sie gekündigt/aufgehoben oder verändert wird.

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Das Team:

Diese vorliegende Konzeption der Kita Regenbogen wurde von den Mitarbeiterinnen erarbeitet und wird durch die Unterschriften als verbindlich für die Arbeit anerkannt.

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